„Bei aller grafischen Ausdruckskraft ist Schubert wesentlich Maler“
Heinrich Geissler, 1976
Als Herwig Schubert den Hohen Norden als seinen Erfahrungs- und Rückzugsort entdeckt, werden aus topografisch festgelegten Abbildern konzentrierte Bildräume, die das Wesenhafte der Landschaft erfahrbar machen. Je weiter Schubert in die einsame, wilde und unwirtliche Natur vordringt und deren Erhabenheit erlebt, desto mehr fasziniert ihn der nachfolgende Zeichen- und Verdichtungsprozess im Atelier, wo er Zeugnis ablegt von der extremen Vielstimmigkeit des Erlebten.
Über den furiosen, impulsiven Linienduktus aus Bleistift, Rötel und Tusche legt Schubert meist sparsam Farbschleier aus Gouache, um dem „Klang“ der Landschaft Ausdruck zu verleihen.